Der richtige Moment

Der richtige Moment

Wann ist der passende Zeitpunkt für ein eigenes Baby gekommen? Gibt es einen solchen – und braucht es ihn überhaupt?

Wo ein Wille, da ein Weg

Eigentlich lassen sich ja immer Argumente für und auch gegen eigenen Nachwuchs in der jeweils aktuellen Situation finden. Mal passen die Lebensumstände nicht, mal ist der richtige Partner noch nicht gefunden, oder es melden sich die Bedürfnisse nach Selbstverwirklichung. Aber: Gibt es überhaupt einen richtigen Zeitpunkt? Nein, aber es gibt Zeitpunkte, die richtiger scheinen als andere.

Neben der Beschaffenheit der eigenen Beziehungen spielen die Rahmenbedingungen Alter, Beruf und soziales Netz eine große Rolle.

PLANBARKEIT

Paare, die unverhofft schwanger werden und sich dann mit der Situation arrangieren müssen, genießen den großen Vorteil, die Zeit auf ihrer Seite zu haben. Sie können jeden Aspekt der Elternschaft durchdenken und entscheiden, woran sie noch feilen wollen. Bei aller Planbarkeit muss vor allem aber das Herz entscheiden.

Das Alter

Das Alter

Während Männer fast ein Leben lang Kinder zeugen können, gibt es bei Frauen ein engeres Zeitfenster. In Deutschland werden immer mehr Frauen und Männer, die älter als 35 Jahre sind Eltern. Paare oder Singles bekommen also wesentlich später Kinder als noch vor einigen Jahrzehnten. Aus Sicht der emotionalen Reife ist das sicher vorteilhaft. Allerdings kann es für die Entwicklung des Babys auch ein gesundheitliches Risiko darstellen, wenn eine Frau erst sehr spät Mutter wird.

Der Beruf

Der Beruf

Der Job ist sowohl finanzielle Absicherung als auch Selbstverwirklichung. Beides ist gleichermaßen wichtig. Dass ein Baby erst einmal Entschleunigung bedeutet, ist vollkommen klar. Ein Kind muss aber nicht zwangsweise einen „Karriereknick“ bedeuten. Im Idealfall lässt sich beides miteinander vereinbaren. Ein mögliches Stichwort lautet hier Elternzeit.


Wer herausfindet, wie der Arbeitgeber zur Familienplanung steht, ob er diese unterstützt oder ob andere Kollegen Schwierigkeiten hatten, als sie Eltern wurden, kann diese Informationen in die eigene Entscheidung einbeziehen. Natürlich muss niemand mit dem Arbeitgeber detailliert die Familienplanung besprechen, aber zumindest sollte man sich ein Bild davon machen, wie er auf eine Schwangerschaft reagieren würde.


Es spielt außerdem eine Rolle, wie solide die berufliche Situation ist. Steht ein Jobwechsel bevor, der mit einem Umzug verbunden ist? Sind größere Veränderungen wie Auslandsaufenthalte absehbar? Ist eine (Zusatz-)Ausbildung geplant, die ein großes Reisepensum mit sich bringen wird? Selbst wenn die Antworten auf diese Fragen ja lauten sollten, ist der Traum vom Baby natürlich nicht unmöglich. Mit einem stabilen sozialen Netz aus Familie und/oder Freunden lassen sich viele organisatorische Herausforderungen souverän meistern.

Soziales Netz

Soziales Netz

Neben der eigenen Familie können auch Freunde und vertrauenswürdige Bekannte eine wichtige Rolle einnehmen. Dies gilt für Paare ebenso wie für Alleinerziehende, die sich gelegentlich auf Unterstützung von anderen verlassen können müssen. Sowohl als offenes Ohr, als Ratgeber sowie auch als helfende Hand werden sie immer mal wieder gebraucht.


Darüber hinaus bieten auch zahlreiche öffentliche Stellen Beratung und Unterstützung an. Ein belastbares Netzwerk an potentiellen Babysittern und zuverlässigen Helfern entlastet (werdende) Eltern und ermöglicht auch mal die eine oder andere Auszeit.

Weder im Vor-, noch im Nachhinein kann jemand beurteilen, ob ein anderer Zeitpunkt besser (gewesen) wäre. Wichtig ist nur, dass man mit der Entscheidung für das eigene Kind glücklich ist und es dem Baby so gut wie möglich geht. Mit dieser positiven Einstellung lassen sich dann auch Schwierigkeiten oder Hindernisse überwinden.