Fruchtbare Tage ermitteln

Fruchtbare Tage ermitteln

Wer ihre Anzeichen erkennt, kann die Chancen auf eine schnelle Schwangerschaft deutlich verbessern.

Die Zeichen des Körpers richtig deuten

Bei vielen Frauen sind die Anzeichen für einen bevorstehenden Eisprung körperlich spürbar. Mit ein bisschen Übung lassen sich die Signale schnell erkennen. Zu den häufigsten Symptomen des Eisprungs gehören:


  • Leichtes Schmerzgefühl und Ziehen in den Brüsten
  • Mittelschmerz in Form von leichten Schmerzen im unteren Rücken und im Unterleib
  • Gesteigertes Lustempfinden
  • Veränderte Beschaffenheit des Zervixschleims

Jedoch zeigen die Signale sich nicht bei allen Frauen in gleicher Weise. In manchen Fällen bleibt der Eisprung auch ohne merkliche Anzeichen. Um Sicherheit und Routine zu bekommen, gibt es verschiedene Methoden: ein Ovulationstest oder die Rechenmethoden werden von zukünftigen Mamas gerne angewendet.

AUSSICHTEN

Die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden liegt in jedem Menstruationszyklus bei 20 bis 30 Prozent. Wer die geeignetsten vier bis fünf Tage im Monat kennt, kann somit die Aussichten auf eine baldige Schwangerschaft verbessern. Dies ist aber auch abhängig vom jeweiligen Alter der Frau. Gesunde Frauen unter 35 Jahre werden in 85% der Fälle innerhalb eines Jahres schwanger wenn auch beim Partner keine Störungen der Fruchtbarkeit vorliegen.

Die Rechenmethode

Die Rechenmethode

Die empfängnisbereiten Tage einer Frau liegen um den Eisprung herum. Dieser findet oft, aber nicht immer in der Mitte des Menstruationszyklus statt. Für die Berechnung braucht man zwei Informationen: den Tag der letzten Periode und die Länge des Zyklus. Die Länge wird durch das Zählen der Tage zwischen dem ersten Tag der Periode und dem ersten Tag der darauffolgenden Blutung bestimmt. Je regelmäßiger der Zyklus ist, desto exaktere Ergebnisse liefert somit die Rechenmethode.


Zu einer Befruchtung fähig ist die gereifte Eizelle circa 12 bis 24 Stunden lang. In dieser Zeit befindet sie sich nach der Ovulation im Eileiter. Weil die männlichen Spermien über einige Tage hinweg überlebensfähig sind, gelten die fünf Tage vor und die zwei Tage nach dem Eisprung als fruchtbar. Die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden ist an den beiden Tagen vor und am Tag der Ovulation selbst am höchsten.

Die Temperaturmethode

Die Temperaturmethode

Alternativ zur Rechenmethode kann die Basaltemperatur bestimmt werden. Dabei wird die Temperatur während des gesamten Zyklus täglich vor dem Aufstehen gemessen. Dies sollte immer zum gleichen Zeitpunkt geschehen, sodass man vergleichbare Werte erhält. Die Messung kann zum Beispiel mit einem speziellen Thermometer unter der Zunge erfolgen und muss anschließend notiert werden, um daraus eine Kurve zu erhalten.


Einflussfaktoren wie besonders wenig Schlaf, Krankheit oder Alkoholkonsum müssen ebenfalls dokumentiert werden. Aus der entstehenden Kurve lassen sich dann Prognosen zu Eisprung und fruchtbaren Tagen ableiten.

Ovulationstests

Ovulationstests

Anstelle des Errechnens oder täglicher Messungen kann auch ein Ovulationstest aus der Apotheke genutzt werden. Der große Vorteil ist die Genauigkeit der Ergebnisse, denn der Test misst die Konzentration des "luteinisierenden Hormons", kurz LH genannt, im Urin. Das LH wird in der Hirnanhangdrüse gebildet und löst den Eisprung aus.

Zervixschleim

Zervixschleim

Die Veränderung des Zervixschleimes gilt ebenfalls als zuverlässiger Indikator. Das Sekret verändert seine Konsistenz und auch sein Aussehen im Laufe des Zyklus. Je näher der Eisprung kommt, umso heller oder durchsichtiger erscheint der Zervixschleim; er wird zäher und ist sehr leicht spinnbar.


Es ändern sich aber nicht nur Farbe und Beschaffenheit, sondern auch die produzierte Menge des Sekrets: Rund zwei Tage vor dem Eisprung verdoppelt sich die Menge. Auch wenn das Vorgehen ein wenig gewöhnungsbedürftig erscheinen mag, lohnt sich die Mühe und die beschriebenen Anzeichen lassen sich mit etwas Übung schnell erkennen.

Wer sich an den genannten Indikatoren orientiert, erhöht seine Chancen auf eine rasche Schwangerschaft. Meistens dauert es aber ein bisschen, bis die Signale des eigenen Körpers richtig gedeutet werden können. Hier sind Geduld und Routine gefragt.