Schwanger werden und Medikamente

Schwanger werden und Medikamente

Medikamente können in der Vorbereitung auf eine Schwangerschaft Fluch oder Segen sein. Unerwünschte Nebenwirkungen sollten daher in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt vermieden werden.

Schwanger werden und Medikamente

Dass Medikamente und Verhütungsmittel Wechsel- und Nebenwirkungen haben, lässt sich bereits aus den Beipackzetteln herauslesen. Selbstverständlich haben sie dann auch einen Einfluss auf einen so vielschichtigen Prozess wie eine Schwangerschaft. Dabei treten verschiedene Abstufungen auf: von einer Verzögerung der Empfängnis über Einschränkungen der Fruchtbarkeit bis hin zur Verhinderung einer Schwangerschaft ist alles möglich.







Oftmals fragen sich künftige Eltern daher, worauf sie besonders achten müssen und welche Arzneien sie besser gleich aus dem Medizinschrank verbannen. Die Antwort kann und darf nicht kurz ausfallen, sondern muss differenzieren: Für welchen medizinisch notwendigen Zweck wurde das Mittel verschrieben? Handelt es sich um ein gängiges Verhütungsmittel wie die Pille oder um ein anderes hochwirksames, komplexes Pharmazeutikum?


Nicht jedes Medikament darf einfach so aussortiert oder abgesetzt werden, wenn der Wunsch nach einem Baby akut wird. Menschen mit chronischen Erkrankungen sollten hier besondere Sorgfalt walten lassen.

MEDIKAMENTE

Frauen sind zwar schon unter den unmöglichsten Bedingungen schwanger geworden. Dennoch klappt es oft gerade bei denen nicht, die es sich so sehr wünschen. Ein Blick auf die Wirkstoffliste der eingenommenen Medikamente und ihre möglichen Wechsel- und Nebenwirkungen kann Aufschluss geben.

Nach- und Wechselwirkungen der Pille

Nach- und Wechselwirkungen der Pille

Viele Frauen nehmen über Jahre hinweg die Pille und setzen sie genau dann ab, wenn sie ein Kind bekommen wollen. Wurde die Pille zuvor nur über einen kurzen Zeitraum eingenommen, kann es mit dem Kinderwunsch recht schnell gehen.

Medikamente und der Kinderwunsch Medikamente und der Kinderwunsch

Medikamente und der Kinderwunsch Medikamente und der Kinderwunsch

Einige Medikamente bewirken eventuell ebenfalls, dass eine Frau nicht schwanger wird. Auch Männer sind betroffen: Wenn etwa die Spermien durch eine medikamentöse Behandlung beeinträchtigt wurden, haben die Samenzellen eventuell Schwierigkeiten, eine Eizelle zu befruchten.


Auch andere hochwirksame Medikamente sollten hinterfragt werden, um eine Schwangerschaft zu begünstigen. Hier ist die Rücksprache mit dem behandelnden Arzt aber unbedingt notwendig! Weil es sich um komplexe Vorgänge und individuelle Bedürfnisse handelt, dürfen Medikamente auch bei noch so großem Kinderwunsches keinesfalls eigenständig abgesetzt werden.

Pflanzliche Präparate

Pflanzliche Präparate

Paare mit Kinderwunsch achten besonders auf Arzneimittel, die im Volksmund gerne als "Chemiekeulen" bezeichnet werden. Doch auch pflanzliche Präparate können Wirkstoffe enthalten, die eine Schwangerschaft verhindern oder verzögern. Häufig gibt bereits ein Blick in den Beipackzettel Aufschluss; falls trotzdem noch Fragen offenbleiben, ist ein Arztbesuch ratsam.

Diabetes und Schwangerschaft

Diabetes und Schwangerschaft

Eine Diabetes-Erkrankung kann sich bei Männern und Frauen auf die Fruchtbarkeit auswirken. Schwangerschaften bei Diabetikerinnen gelten zusätzlich als Risiko für Mutter und Kind. Sie erfordern eine aufmerksame Vorbereitung, begleitende Diagnostik und Kontrolle sowie die enge Zusammenarbeit der betreuenden Fachärzte.


Vor der Schwangerschaft müssen die Blutzuckerwerte der Mutter auf ein möglichst normales Level gebracht werden. Während der Schwangerschaft sind regelmäßige - zu Beginn oft wöchentliche - Kontrolltermine notwendig. Würden die Organe des Babys in der Anfangszeit nicht richtig versorgt, könnten schwere Missbildungen entstehen. Nach der Geburt ist es in der Regel erforderlich, die frischgebackene Mutter komplett neu einzustellen. Wer aber bereit ist, sich mit seiner Lebensweise auseinanderzusetzen und im Hinblick auf Ernährung und Bewegung an sich zu arbeiten, muss keine Komplikationen befürchten.


Übrigens: Selbst Frauen, die vor der Schwangerschaft völlig gesund waren, können während der Schwangerschaft plötzlich Diabetes-Symptome entwickeln. Man spricht dann von Schwangerschaftsdiabetes. Hier sind dann Beratung und Betreuung durch einen Facharzt umgehend notwendig.

Medikamente können die Fruchtbarkeit von Frau und Mann negativ beeinflussen, manche sogar die Entwicklung eines Kindes beeinträchtigen. Wer sich ein Baby wünscht, sollte unbedingt ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt führen.